27.06.2018

Ditze-Hörsaal, Finkenau 35, HAW Hamburg

Alice Socal

macht Comic

Bei der Page gilt Alice Socal als Expertin für melancholische Bananen und traurige Pferde, ihre letzte Graphic Novel wurde auf der German ComicCon als beste Love Story ausgezeichnet.

Alice wurde 1986 in Venedig geboren. Sie begann ihr Studium in Illustration und Comic an der Kunst Akademie von Bologna und beendete dieses 2012 an der HAW in Hamburg.

Alice letzte Graphic-Novel, „Cry me a river“ ist 2017 in Deutschland bei Rotopolpress erschienen. Sensibel erzählt Alice hierin von einem Paar das sich im Ausland auseinanderlebt und von einem tragisch entzweiten Hundeduo. Eine Frau die so sensibel und gleichzeitig humorvoll dramatische Themen umsetzt macht uns neugierig auf mehr.

Alice Socal wurde 1986 in Mestre (Venedig) geboren.

Sie begann ihr Studium in Illustration und Comic an der Kunst Akademie von Bologna, wechselte jedoch die Universität und beendete dieses an der HAW in Hamburg.

Seit 2012 ist Alice freiberuflich tätig und lebt seit diesem Jahr in Berlin.

Ihren Vortrag eröffnet Alice damit, uns über ihre Heimat und ihre Entscheidung nach Hamburg zu ziehen zu erzählen. Sie beschreibt ihre Faszination für die Arbeiten von Anke Feuchtenberger und Stefano Ricci, welche in Hamburg ihre Proffessoren werden sollten.

Sie zeigt uns sogar einen Comic, welchen sie vor über 10 Jahren in einem Kurs bei Anke angefertigt hat. Hierin geht es um einen Bäcker, der die Kontrolle über seine Arbeit verliert und dabei aus Versehen einen riesigen Brotmann backt.

Danach liest Alice aus „Luke“ (2011) vor, welchen sie ebenfalls in einem von Anke’s Kursen begonnen hat. Im Comic „Luke“ der sich frei an den Charakteren von Star Wars bedient, geht es um Luke Skywalker der mit dem Kopf seines Vaters in der heutigen Zeit zusammen lebt. Das schwierige Zusammenleben des schwerbehinderten Darth Vaders und des verweichlichten Luke wird hierin voller schwarzem Humor beschrieben.

Auch aus einigen ihrer anderen Comics liest Alice uns vor. Hierzu gehören Sandro (erschienen 2015, aber im Rahmen ihres Diploms begonnen), Il fratello di Jürgen (2017) und Cry me a River (2017).

Neben Comics arbeitet Alice auch an den unterschiedlichsten anderen Projekten. Sie erzählt uns zum Beispiel von einer Illustration, die sie für eine Bibi-Blocksberg-Rivival-Kassete gezeichnet hat, präsentiert uns stolz ihr Kartoffel-Emoji-Set für die App Telegram und zeigt uns Kurzgeschichten aus der Reihe Wood and Stone, die sie auf ihrem Instagram Profil veröffentlicht. Außerdem zeigt sie uns eine Reihe an verrückten .gif Animationen die sie in ihrer Freizeit zeichnet und spielt dazu Musik ab.

Alice erzählt dass die Nebenprojekte alle aus Spaß entstehen, und dass sie keinen höheren Anspruch an sie erhebt. Hierdurch wirken die Projekte alle sehr echt und unbeschwert.

Aus dem Publikum wird die Frage gestellt, wie sich Alice die Geschichten, die sie in ihren Comics erzählt überhaupt ausdenkt. Sie erzählt, dass sie früher unsystematischer gearbeitet hat und die Geschichte beim Zeichnen entstanden ist, weil man beim Zeichnen ihrer Meinung nach am besten nachdenken kann. Heutzutage macht sie ein Storyboard. An Sandro habe sie zum Beispiel während des Diploms nur fünf oder sechs Monate gearbeitet, musste dann aber später nochmal an der Geschichte arbeiten, weil der Comic so zu abstrakt gewesen ist. Sie überlegte sich hinterher genau welche Geschichte sie in „Sandro“ erzählen wollte, und wie sie dem Erzähler den Einstieg in ihre Gedankenwelt erleichtern könne. Sandro wurde erst hierdurch die späte Coming-of-Age-Geschichte von Pallas, der sich um sich in der Erwachsenenwelt zurechtzufinden von seinem imaginären Freund Sandro trennen muss.

Zuletzt stellt jemand die Frage, warum Alice eigentlich Comics macht. Alice meint, das sei einfach so passiert, weil sie Bücher machen wollte. Sie war immer sehr begeistert auf Comicfestivals so viele nette Leute kennen zu lernen. Deshalb wollte sie zu dieser Welt dazu gehören, denn Leute die Comics zeichnen seien tolle Menschen.

Weitere Infos und Bilder zu Alice findet man unter ihrer Website: www.alicesocal.de und auf ihren Social Media Kanälen.